Widmann-Mauz MdB verärgert über Landesverkehrsminister
Laut Vermerken des Regierungspräsidiums Tübingen sollte der Alternativentwurf für den Bauabschnitt Bodelshausen - Nehren bereits 2011 dem BMVI zur Genehmigung vorgelegt werden. Es kam jedoch immer wieder zu Verzögerungen. Dass naturrechtliche Vorgaben dafür verantwortlich sein sollen, lässt Widmann-Mauz MdB nicht gelten. “Allen Beteiligten war von Beginn an klar, dass die B 27-Trasse Fauna-Flora-Habitate berührt. Dies betrifft auch andere Bundesfernstraßen, die in der Planung jedoch viel schneller vorangeschritten sind“.
Widmann-Mauz MdB weist auf ein Schreiben vom April 2013 hin, in dem Landesverkehrsminister Hermann an kündigte, dass er noch im Herbst 2013 den Vorentwurf beim Bund vorlegen wollte, damit das Planfeststellungsverfahren zwischen 2015 und 2016 beginnen kann. „Der eigentliche Skandal ist, dass die Entwurfsplanung seit April 2014 auf dem Tisch des Landesverkehrsministers liegt und dieser nun auf eine erneute Überarbeitung der Planung besteht. Wie mir das Bundesverkehrsministerium auf meine Nachfrage hin mitgeteilte, hat die Landesregierung noch kein einziges Planungsdokument in Berlin vorgelegt. Einen Zeitpunkt, wann Minister Hermann die Entwurfsunterlagen dem BMVI zur Prüfung zugänglich machen will, ist nicht bekannt bzw. absehbar. Der Landesverkehrsminister verschleppt damit bewusst die Eröffnung des Planfeststellungsverfahrens für den vierspurigen Ausbau im Steinlachtal. Das BMVI kann aber erst einen Beschluss treffen, wenn ihm die Entscheidungsgrundlage tatsächlich vorliegt“, fasst Widmann-Mauz MdB die gegenwärtige Sachlage zusammen.
Für die CDU-Abgeordnete hat das Vorgehen der Landesregierung traurige Methode. „Wenn man sich das langwierige Hin und Her beim Schindhaubasistunnel und beim Lückenschluss der B 28 neu betrachtet, erlebt man immer wieder die gleiche grüne Verzögerungs- und Blockadepolitik. Obwohl der Bund die Baufreigabe für den 2. Bauabschnitt der B 28 neu zwischen Rottenburg und Tübingen im Juli 2015 erteilte und die dafür erforderlichen Finanzmittel vorliegen, geht es im Land nicht voran“, ärgert sich Widmann-Mauz MdB und hat den Landesverkehrsminister aufgefordert, die Gründe für den ausbleibenden Baubeginn zu erläutern. „Die Ausrede, dass dem Land zu wenig Finanzmittel des Bundes vorliegen, zählt jedenfalls nicht. Vielmehr fehlt es am konkreten Willen und dem Personal im Regierungspräsidium, die Mittel für den Straßenbau abzurufen“, bekräftigt Widmann-Mauz MdB.