19.06.2012 Bürgergesellschaft

Kreisecke von Klaus Tappeser im Schwäbischen Tagblatt

Deutschland ist im Fußballfieber. Echte Bewegung, echte Begegnung und echte Emotionen mit Sieg und  Niederlage, mit Freundschaft und Wettkampf faszinieren uns in diesem Sommer bei der Europameisterschaft und der Olympiade. Wir genießen die Spiele mit Freunden und Bekannten oder im Gruppengefühl beim Public-Viewing.

Anders verhält es sich mit unseren Alltagserfahrungen. Die CDU Kreistagsfraktion hat die neue Sinus Jugendstudie vorgestellt: Die Jugend 2012 teilt sich in kleine Gruppen mit jeweils eigener Sprache, eigenen Symbolen und Riten. Allen - nicht nur den Jugendlichen - gemein ist, dass die virtuelle Welt der Informationstechnik immer mehr die reale und soziale Welt verdrängt.

Die sportlichen Großereignisse machen uns bewusst, der Mensch ist ein soziales Wesen. Die persönlichen Begegnungen und auch die Bewegung bleiben auf der Strecke. Dabei haben wir die Aufgaben klar identifiziert. Die Schlüsselworte heißen Integration, Inklusion und Partizipation, also Bürgergesellschaft: Integration einzelner Gruppen nicht nur von Menschen mit Migrationshintergrund in die Gesellschaft, Inklusion die Teilhabe von Menschen mit Behinderung in alle Bereiche der Lebenswirklichkeit und Partizipation das Mitgestalten von Gesellschaft und politischen Entscheidungsprozessen.

Die geeigneten Orte, an denen das alles stattfindet, haben bei uns Tradition: es sind Vereine und Initiativen. Nicht nur die Sportvereine-auch wenn z.Z. die Bundestrainer Eigenschaften allgegenwärtig sind – alle anderen kulturellen, ökologischen und politischen Bereiche sind genauso verwurzelt und leistungsfähig. Was wären unsere Mannschaften ohne die Spieler mit Migrationshintergrund. Menschen mit Behinderung dürfen wir wegen ihrer Fähigkeiten nicht verlieren und in keinem Bereich der Gesellschaft laufen demokratische Prozesse so unmittelbar ab wie in Vereinen und Initiativen.

Aufgabe von (kommunaler) Politik gerade in Zeiten von komplexen Problemen wie Globalisierung und Finanzkrise ist es diese bewährten Elemente von Bürgergesellschaft zu stärken und den Gefahren der Entsolidarisierung und Ausgrenzung entgegenzutreten. Spitzenleistungen brauchen die Breitenaktivitäten der Vereine, in denen die Menschen entdeckt und gefördert werden, genauso wie die Menschen Vorbilder brauchen.

Die CDU Kreistagsfraktion wünscht uns allen schöne und faire Spiele mit vielen Begegnungen.

Klaus Tappeser, CDU Kreistagsfraktion

Deutschland ist im Fußballfieber. Echte Bewegung, echte Begegnung und echte Emotionen mit Sieg und  Niederlage, mit Freundschaft und Wettkampf faszinieren uns in diesem Sommer bei der Europameisterschaft und der Olympiade. Wir genießen die Spiele mit Freunden und Bekannten oder im Gruppengefühl beim Public-Viewing.

Anders verhält es sich mit unseren Alltagserfahrungen. Die CDU Kreistagsfraktion hat die neue Sinus Jugendstudie vorgestellt: Die Jugend 2012 teilt sich in kleine Gruppen mit jeweils eigener Sprache, eigenen Symbolen und Riten. Allen - nicht nur den Jugendlichen - gemein ist, dass die virtuelle Welt der Informationstechnik immer mehr die reale und soziale Welt verdrängt.

Die sportlichen Großereignisse machen uns bewusst, der Mensch ist ein soziales Wesen. Die persönlichen Begegnungen und auch die Bewegung bleiben auf der Strecke. Dabei haben wir die Aufgaben klar identifiziert. Die Schlüsselworte heißen Integration, Inklusion und Partizipation, also Bürgergesellschaft: Integration einzelner Gruppen nicht nur von Menschen mit Migrationshintergrund in die Gesellschaft, Inklusion die Teilhabe von Menschen mit Behinderung in alle Bereiche der Lebenswirklichkeit und Partizipation das Mitgestalten von Gesellschaft und politischen Entscheidungsprozessen.

Die geeigneten Orte, an denen das alles stattfindet, haben bei uns Tradition: es sind Vereine und Initiativen. Nicht nur die Sportvereine-auch wenn z.Z. die Bundestrainer Eigenschaften allgegenwärtig sind – alle anderen kulturellen, ökologischen und politischen Bereiche sind genauso verwurzelt und leistungsfähig. Was wären unsere Mannschaften ohne die Spieler mit Migrationshintergrund. Menschen mit Behinderung dürfen wir wegen ihrer Fähigkeiten nicht verlieren und in keinem Bereich der Gesellschaft laufen demokratische Prozesse so unmittelbar ab wie in Vereinen und Initiativen.

Aufgabe von (kommunaler) Politik gerade in Zeiten von komplexen Problemen wie Globalisierung und Finanzkrise ist es diese bewährten Elemente von Bürgergesellschaft zu stärken und den Gefahren der Entsolidarisierung und Ausgrenzung entgegenzutreten. Spitzenleistungen brauchen die Breitenaktivitäten der Vereine, in denen die Menschen entdeckt und gefördert werden, genauso wie die Menschen Vorbilder brauchen.

Die CDU Kreistagsfraktion wünscht uns allen schöne und faire Spiele mit vielen Begegnungen.

Klaus Tappeser, CDU Kreistagsfraktion

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