Europa und der Kreis Tübingen – Norbert Lins MdEP auf Sommertour

Corona hat viel verändert. Der shut down zeigte überdeutlich, dass wir den Breitbandausbau zügig vorantreiben, wir auf dem Arbeitsmarkt klug agieren und in die Wirtschaft investieren müssen. Norbert Lins MdEP tauschte sich im Gespräch mit Landrat Joachim Walter sowie dem CDU-Kreisvorsitzenden und Oberbürgermeister Stephan Neher über den Breitbandausbau im Kreis Tübingen ebenso aus wie über regionale Schlachtung, corona-bedingt fehlende Gewerbesteuereinnahmen und mögliche EU-Förderung.

Auf dem Bio-Milchwirtschaftsbetrieb der Familie Schäfer in Bodelshausen traf Norbert Lins MdEP, selbst auf einem landwirtschaftlichen Betrieb aufgewachsen, auf ein altbekanntes Problem. In der Landwirtschaft versuchen Leute mitzusprechen, die davon nicht allzuviel verstehen. Landwirt Schäfer bringt es in etwa so auf den Punkt: „Die Schmetterlinge geiht´s do, weil mir seit 20 Johr so wirtschafta, wie mr wirtschafta. No muss mr mir et saga, was i do muass.“  Der agrarpolitische Sprecher des Europäischen Parlaments Norbert Lins MdEP stimmt ihm zu. „Man sollte den Praktikern viel stärker zuhören“.  FU-Kreisschriftführerin Erika Dürr, die den Termin organisiert hatte, CDU-Vorsitzender Helmut Malyniak und Bürgermeister Uwe Ganzenmüller freuten sich, dass Norbert Lins MdEP konzentriert zuhörte und damit seinen Gesprächspartner ernstnahm.
 
Die FU-Mitglieder hatten auf den ausdrücklichen Wunsch von Norbert Lins MdEP den Besuch zweier metallverarbeitender Betriebe im Kreis organisiert: Wabra in Hirschau und Profilmetall in Hirrlingen. Beide arbeiten mit Betrieben der Automobilbranche zusammen und bekommen den Rückgang der Produktivität zu spüren. Das Instrument „Kurzarbeit“ federt manches ab, lässt sich aber nicht auf unbegrenzte Zeit anwenden. Die Betriebe sind darauf angewiesen, dass die Wirtschaft wieder Fahrt aufnimmt. Norbert Lins MdEP geht davon aus, dass die Wirtschaftskrise nicht sofort überwunden werden kann. Es sei richtig, dass die EU Geld für den Wiederaufbau in die Hand nehme und schon im Herbst müsse man über neue Hilfspakete nachdenken. Das Ehepaar Eberspächer-Roth setzt auf Klugheit und Innovation. Dazu gehört Energieeffizienz im eigenen Betrieb ebenso wie Neuerfindungen im Maschinenbau.  Der Erfolg gibt ihnen Recht. Preise wie der 1. Gipfelstürmer 2018 für Energieeffizienz und der German Innovation Award 2020 zieren den Eingang. Die Gesprächsrunde, zu der auch Martin Fahling, Bereichsleiter „International“ von der IHK Reutlingen, gehört, leuchtete nochmals die Lehren aus, die Corona erteilt hat: Technisches wie Menschliches. Auf der einen Seite brauchen wir die digitale Vernetzung, auf der anderen Seite die menschliche. Sie allein ermöglicht es den Staaten, die Herausforderungen zu meistern, solidarisch, effizient.
 
Christine Jerabek
FU-Kreisvorsitzende und Zweitkandidatin von Norbert Lins MdEP

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