Frauen Union Kreisverband Tübingen: Die Frauen Union fordert einen Perspektivwechsel!

Die Frauen Union der CDU Deutschlands fordert die Bundesregierung auf, zeitnah einen Gesetzesentwurf vorzulegen, der folgende Punkte umfasst:
 
Sexkauf von Freiern ist unter Strafe zu stellen
Prostituierte bleiben straffrei
Der Zwang zur Prostitution ist rechtlich und personell stärker zu ahnden
Die gesetzlichen Änderungen sind durch gezielte und verbesserte Ausstiegsprogramme und berufliche Perspektiven für ausstiegswillige Prostituierte zu flankieren.
Die Aufklärung an Schulen über Prostitution und Menschenhandel ist zu verstärken.
Bordelle und ähnliche Einrichtungen bleiben geschlossen

Quelle: Beschluss des Bundesvorstandes der Frauen Union der CDU Deutschlands vom 29.06.2020

m 10.10.2020 führte der FU-Kreisverband zwei Infostände zum Nordischen Modell in Rottenburg und Tübingen durch. Die beiden  FU-Vorsitzenden in Rottenburg und Tübingen, Susanne Dierberger und Cornelia Hohmann, beide auch Stellv. FU-Kreisvorsitzende, ließen sich fest in die Organisation einbinden, unterstützt von Mitgliedern ihres Vorstandes, Seite an Seite mit FU-Kreisvorstandsmitgliedern, der CDA und des AK Christ und Politik. Unser Landtagsersatzkandidat Christoph Naser ließ es sich nicht nehmen, mit dabei zu sein. Prominenteste Vertreterin der Frauen Union am Stand aber war die FU-Bundesvorsitzende Annette Widmann-Mauz, Staatsministerin bei der Bundeskanzlerin und unsere Bundestagsabgeordnete.
 
„Es geht um Rechte. Frauenrechte sind Menschenrechte. Und wir erleben weltweit, aber auch bei uns in Deutschland, wie insbesondere im Bereich der Prostitution Menschenrechte mit Füßen getreten werden.“ Mit diesen klaren Worten begründet Annette Widmann-Mauz die Forderung nach dem Nordischen Modell. „Wir stellen fest, wenn Prostitution, der Kauf von Sex beim Freier und durch den Freier nicht mehr möglich ist, sondern bestraft wird, dann verschwinden diese Formen von wirklich schweren Menschenrechtsverletzungen.“  Freilich reicht allein ein Verbot in diesem Bereich nicht aus. Damit Frauen, die sich von der Prostitution befreien wollen, wirklich geholfen werden kann, braucht es Angebote, die den betroffenen Frauen berufliche Wege eröffnen, die sie befähigen ein anderes Leben zu führen. „Ein Sexkaufverbot muss einhergehen mit echten Alternativen für Frauen, die aus der Prostitution heraus wollen,“ so Annette Widmann-Mauz. Darüber hinaus muss ein Umdenken in der Gesellschaft stattfinden. Die Frauen Union fordert einen Perspektivwechsel. „Den Anspruch, sich sexuelle Dienstleistungen kaufen zu können, diesen Anspruch müssen wir in Frage stellen,“ führt  Staatsministerin Annette Widmann-Mauz MdB weiter aus.
 
Die Bürger und Bürgerinnen reagierten ganz unterschiedlich. Manche hatten sich noch nie so recht mit der Frage beschäftigt, andere nahmen die Gelegenheit zur Diskussion wahr. Es gab allerdings auch Menschen, die ganz schnell vorbeigingen. Das Thema ist ein Tabuthema. 
 
Aber eine Gesetzgebung, die Deutschland zum Bordell Europas macht, darf uns nicht egal sein. Christdemokraten gehen von einer wertebasierten Politik aus. Schwerste Menschenrechtsverletzungen mitten in Deutschland dürfen wir nicht dulden.
 
Christine Jerabek
FU-Kreisvorsitzende

Inhaltsverzeichnis
Nach oben