Kooperationsprojekt von Joline GmbH & Co. KG erhält Förderung des Bundes.

Das Hechinger Unternehmen Joline GmbH & Co. KG erhält für seine Forschung im Rahmen des Verbundprojekts „Antibakterielle Oberflächenfunktionalisierung für zentralvenöse Katheter (OZeKa)“ mit dem Tübinger NMI finanzielle Unterstützung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Dazu erklärt die Wahlkreisabgeordnete für Tübingen-Hechingen, Staatsministerin Annette Widmann-Mauz MdB:

„Ich freue mich sehr, dass das Hechinger Unternehmen Joline für sein wichtiges medizinisches Forschungsprojekt mit 421.000 Euro bis Ende 2022 finanziell durch den Bund gefördert wird. Dies zeigt einmal mehr, wie stark unsere Region mit innovativen Unternehmen im Bereich Medizintechnik aufgestellt ist. Mit der Hightech-Strategie und dem Rahmenprogramm Gesundheitsforschung will die Bundesregierung in erster Linie Projekte voranbringen, die der Gesundheit der Menschen direkt zu Gute kommen. Von der Fördermaßnahme „KMU-innovativ: Medizintechnik“, wie auch vom Forschungszulagengesetz, profitieren insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen, die bei den Risiken, die mit Forschung und Entwicklung verbunden sind, entlastet werden müssen.“
 
Das Volumen des Verbundprojektes beläuft sich insgesamt auf über eine Million Euro. Ziel von Joline GmbH und ihrem Projektpartner NMI (Naturwissenschaftliches und Medizinisches Institut an der Universität Tübingen) in Reutlingen ist die Entwicklung eines infektionshemmenden zentralvenösen Katheters insbesondere für Hämodialysepatienten.
 
Hintergrund: Zentralvenöse Katheter werden in Kliniken auf vielfältige Weise verwendet, zum Beispiel um Medikamente oder Flüssigkeit zu verabreichen. Beim Setzen des Katheters wird die Haut als natürliche Infektionsbarriere durchstoßen, wodurch auch bei höchster Hygiene und Vorsicht Infektionen nicht auszuschließen sind. Das Projekt, das durch die Joline GmbH in Hechingen koordiniert wird, soll dieses Problem durch eine hydrophile (statt lipophile) Oberfläche minimieren. Im Erfolgsfall sollen neuartige Hämodialysekatheter mit antibakterieller, proteinabweisender Oberfläche auf den Markt kommen – bei Hämodialysepatienten sind Infektionen durch Katheter bisher die zweithäufigste Todesursache. Anschließend könnte die neue Technologie auf weitere zentralvenöse Kathetertypen angewendet werden.

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