Arbeitskreis Gesundheit informiert sich über die Arbeit des Bundesgesundheitsministeriums

Unter dem Titel „Halbzeit im Bundesministerium für Gesundheit“ lud der Vorsitzende des Arbeitskreises Gesundheit Tübingen sowie des Bezirksfachausschusses Gesundheit Dr. Dr. Carsten Köhler die Tübinger Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretärin Annette Widmann-Mauz MdB zu einem Diskussionsabend in der Gaststätte Meteora ein. Zuvor hatten Widmann-Mauz MdB und Dr. Dr. Köhler die Tübinger Kinderklinik besucht und sich ein Bild vom Klinikalltag und der dortigen Personalsituation gemacht.

In ihrem einem ausführlichen Powerpointvortrag zur Bilanz des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) ging Widmann-Mauz MdB auf die jüngste Krankenhausreform ein, die die stationäre Versorgungsqualität stärken und für mehr Pflegekräfte sorgen soll. “Kein Herumdoktern, sondern eine echte Verbesserung der Lebensqualität für Versicherte und Patienten“ sei der Anspruch des BMG. So wolle man mit dem Versorgungsstärkungsgesetz die medizinische Versorgung auf dem Land und in der Fläche verbessern und mit dem Präventionsgesetz die Gesundheitsförderung in allen Lebensbereichen ausbauen. Ausführlich widmete sich die Staatssekretärin den beiden Pflegestärkungsgesetzen, die die ambulanten Pflegeleistungen vor allem für Demenzkranke und ihre Angehörigen deutlich gesteigert haben und Pflegekräfte stärker entlasten. Eine große Herausforderung sei dabei die Definition des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs gewesen. Hier sei man zu einem guten Ergebnis gekommen, da sich die neuen Pflegegrade künftig stärker an den individuellen Bedürfnissen des einzelnen orientieren. „Die Pflege wird damit deutlich menschlicher und 500.000 Menschen werden zusätzlich erstmals Leistungen aus der Pflegeversicherung erhalten “, fasste Widmann-Mauz MdB zusammen. In der anschließenden Diskussion ging es auch um den beschlossenen Ausbau der Hospiz- und Palliativversorgung. Der Landkreis Tübingen sei Dank des Paul-Lechler-Krankenhauses ein bundesweiter Vorreiter der Hospizkultur, hob Widmann-Mauz MdB dabei hervor. Anerkennend würdigte sie auch die Arbeit von Dr. Dr. Köhler im Bereich des Kompetenzzentrums für Tropenmedizin, das wichtige Fortschritte im internationalen Kampf gegen Ebola und Malaria verzeichnet.

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