04.10.2013 Mehr Verantwortung wagen

Kolumne von PStS Annette Widmann-Mauz MdB im Schwäbischen Tagblatt vom 04.10.2013

Vertrauen schafft Zustimmung. Die Union hat bei der Bundestagswahl ein außergewöhnliches Ergebnis erzielt. Auch hier im Wahlkreis haben die Bürger aus guten Gründen mehrheitlich für das Regierungsprogramm der Union gestimmt und Angela Merkel in schwieriger Zeit einen klaren Auftrag erteilt. Ich danke allen Wählerinnen und Wählern ganz herzlich für diesen großen Zuspruch und das in mich gesetzte Vertrauen, unsere Heimatregion auch weiterhin kraftvoll in Berlin vertreten zu dürfen. Mein ganz persönlicher Dank gilt auch den vielen Menschen, die mich an den Info-Ständen, im Rahmen der zahlreichen Veranstaltungen oder bei meinen Besuchen angesprochen, mit mir diskutiert und mich darin bestärkt haben, diesen erfolgreichen Kurs weiter zu verfolgen. Zur großen Freude, kommt auch große Verantwortung. Jetzt geht es darum, eine handlungsfähige Regierung zu bilden. Deutschland braucht weiter Verlässlichkeit und stabile Verhältnisse, um stark und erfolgreich zu bleiben. Politische Zusammenarbeit - gerade in Koalitionen - lebt vom konstruktiven Dialog und sinnvollen Kompromissen. Als politisch stärkste Kraft ergreifen wir Initiative und gehen selbstbewusst auf SPD und Grüne zu, ohne unsere bewährten Leitlinien aufzugeben: Gute Arbeit und nachhaltiges Wachstum auf Basis der Sozialen Marktwirtschaft, eine solide sowie maßvolle Haushalts- und Finanzpolitik, die ohne Steuererhöhungen auskommt, die weitere Stärkung von Bildung und Forschung, Kinderbetreuung und Entlastungen für Familien und mehr Rentengerechtigkeit mit der Mütterrente. Verantwortung gilt es zudem in drängenden Fragen wie der weiteren Stabilisierung und Konsolidierung Europas zu übernehmen. Auch die umfassende Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes für bezahlbare und wettbewerbsfähige Strompreise muss dringend auf den Tisch. Bei uns vor Ort duldet vor allem der Aus- und Neubau der Straßen- und Schienenwege keinen Aufschub. Unser Land kann sich keine quälend lange Hängepartie oder gar Stillstand erlauben. Das ist nicht nur teuer, sondern gefährdet Arbeitsplätze, Investitionen und Innovation. All das, was Deutschland in den letzten vier Jahren weiter nach vorn gebracht hat, dürfen wir jetzt nicht gefährden. Deshalb sind alle Verhandlungspartner aufgerufen, das Wählervotum zu akzeptieren und daraus das Beste für unser Land zu machen. Für alle heißt es: Mehr Mut zur Verantwortung wagen!

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