CDA-Bezirksvorstand zu Gast beim Freundeskreis Mensch

Der Bezirksvorstand der Sozialausschüsse der CDU informierte sich über die Arbeit mit Menschen mit Behinderung bzw. psychischen Erkrankungen im Landkreis Tübingen. Im Mittelpunkt des Informationsaustausches stand die Arbeit und die Inklusion von geistig und mehrfach behinderten Menschen. Vermittelt wurde das Gespräch durch den CDU-Gemeindeverband Gomaringen mit dessen Vorsitzenden Dr. Roland Kälberer und den CDA-Kreisverband Tübingen mit dessen Kreisvorsitzenden Michael Rak.

 

An mehreren Standorten in Kreis Tübingen finden Menschen mit Behinderung  ein Zuhause und auch in vielen Fällen eine Arbeitsstätte. Über 700 Klienten werden von beinahe 300 haupt- und über 100 ehrenamtlichen Mitarbeitern betreut. Die Einrichtung ist an 35 Standorten aktiv. Der Freundeskreis Mensch hat sich auf drei Schwerpunkte konkretisiert: Arbeit und berufliche Rehabilitation, Wohnen und Tagesbetreuung sowie Beratung und offene Hilfen.

 

Vorstand Torsten Hau und Stefan Werner, Bereichsleiter "Wohnen, Behindertenhilfe" Steinlach-Wiesaz zeigten anhand vieler Beispiele, wie sich das Konzept der Einrichtung in den letzten Jahren gewandelt hat. Zielrichtung ist nicht mehr, große Einrichtungen für die Menschen zu schaffen, sondern es Menschen mit Behinderung  zu ermöglichen, Teil der Gesellschaft zu sein. "Die Inklusion muss nicht von den behinderten Menschen kommen", so Torsten Hau, "sondern die Gesellschaft muss sich weiter öffnen". Stefan Werner stellte klar, dass es zwar  möglich sei, körperliche Einschränkungen nach zu empfinden. Geistige Behinderungen könne man sich aber selber nicht vorstellbar machen.  Mit Freude könne die Einrichtung den erfolgreichen Einsatz von Menschen mit Behinderung bei betriebsintegrierten Arbeitsplätzen in der Uniklinik Tübingen verfolgen. Auch das Betreiben der Tübinger Gaststätte Loretto gemeinsam mit Menschen mit Handicaps ist von Erfolg getragen. Einen weiteren Schritt konnte die Einrichtung, welche bereits im Jahre 1972 gegründet wurde, mit dem Wohnhaus in der Christofstraße in Tübingen gehen und dabei erneut auch Klienten mit einem hohen Hilfebedarf in eine normale Wohngegend integrieren.

 

In der anschließenden Bezirksvorstandssitzung unter der Leitung von Bezirksvorsitzender Klaus May war der DHV Geschäftsführer Markus Werner zu Gast. Markus Werner ist der Leiter des Stuttgarter Büros und ist zuständig für u.a. Seminare, gerichtliche und juristische Vertretungen. Der DHV ist eine christliche Gewerkschaft, Mitglied im CGB, hat eine  120-jährige Historie und befürwortet den Gewerkschaftspluralismus. Branchenmäßig ist DHV das Pendant zu Verdi beim DGB. In Sachen Mindestlohn zieht die DHV mit den Sozialausschüssen am gleichen Strang. Während man früher grundsätzlich generell gegen Mindestlöhne war, lehne man heute einen allgemein flächendeckenden gesetzlichen ab, unterstütze jedoch branchenspezifische Lohnuntergrenzen.

 

Sorgen macht dem DHV das Sinken des allgemeinen gewerkschaftlichen Organisationsgrades, der in verschiedenen Branchen, wie z. B. dem Einzelhandel gering ist. Markus Werner rief alle Gewerkschaften dazu auf, zusammen zu stehen und nicht alleine oder gar gegeneinander zu kämpfen. „Es geht um den Arbeitnehmer - und es sollten alle dasselbe Ziel haben“, so der Geschäftsführer. Markus Werner stellte in seinem Vortrag zudem die Themen Bildungsurlaub und die Reformierung des Landespersonalvertretungsgesetzes in den Mittelpunkt.

 

CDA-Bezirksvorsitzender Klaus May bedankte sich abschließend bei den Geschäftsführern vom Freundeskreis Mensch wie auch beim DHV Geschäftsführer für die freundliche Aufnahme und auch für den informativen Austausch, sowie bei den beiden Verantwortlichen für die Vorbereitung des Informationsgespräches Michael Rak und Dr. Roland Kälberer.

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